Die Bildungs- und Personalkommission im 2025
Die HR-Funktion ist in vielen Unternehmen stärker in strategische Fragen gerückt, besonders dort, wo Fachkräftemangel, Transformation und Führungsthemen den Alltag prägen. HR wirkt heute nicht nur in Administration und Rekrutierung, sondern auch in Führung, Kultur und Entwicklung. Gute Führung ist dabei ein zentraler Faktor: Sie schafft Orientierung, Vertrauen und Leistungsfähigkeit und beeinflusst Engagement und Bindung der Mitarbeitenden. In Zeiten von Digitalisierung, Fachkräftemangel und New Work unterstützt HR Führungskräfte gezielt dabei, ihre Führungsrolle wirksam auszugestalten und so den nachhaltigen Unternehmenserfolg zu sichern.
Die Kommission befasst sich mit Bildungs- und personalpolitischen Fragen. Regelmässig werden Themen von externen Stellen an uns herangetragen, was den Bedarf an Austausch und Einordnung unterstreicht. Im Jahr 2025 arbeiteten rund 12 HR- und Bildungsfachleute aktiv in der Kommission mit. In zwei Kommissionssitzungen, vier Erfa-Treffen sowie weiteren Arbeitsgruppensitzungen wurden Anliegen und Aktivitäten diskutiert, koordiniert und umgesetzt. Zusätzlich konnten zwei Networking-Anlässe durchgeführt werden.
Rückblick: Erfa-Anlass «Arbeitgeberhaftung bei Arbeitskonflikten, sexueller Belästigung und Mobbing»
Rückblick: Rekrutierung im digitalen und KI-Zeitalter
Kommissions-Schwerpunkte im Jahr 2025
Die Fokusthemen 2025 orientierten sich an den im Rahmen des RSE-Projekts «Handlungsanalyse Fachkräftemangel» definierten Massnahmen.
Massnahme «Schnittstellenpflege Industrie – Schule»
Ziel ist es, die Industrie näher an Schülerinnen und Schüler zu bringen. Es wurde neues Kommunikationsmaterial entwickelt, das Unternehmen bei der Gestaltung von interessanten und interaktiven berufskundlichen Nachmittagen unterstützt. Zudem bot die erste Schaffhauser Industrienacht eine gute Plattform, um in den teilnehmenden Unternehmen das vielfältige Ausbildungsangebot sichtbar zu machen.
Massnahme «Berufsbildungsfonds»
Ein Berufsbildungsfonds soll Betriebe mit Ausbildungsplätzen finanziell stärker unterstützen und zusätzliche Lehrstellenanreize schaffen. Nachdem im Frühjahr 2025 der Kantonsrat eine Motion zur finanziellen Entlastung von Lehrbetrieben erheblich erklärt hat, erhielt dieses Thema zusätzlichen Rückenwind. Das zuständige Departement erarbeitet derzeit eine Orientierungsvorlage. Sie soll aufzeigen, wo und wie Ausbildungsbetriebe finanziell und oder strukturell entlastet werden könnten.
Neben diesen Schwerpunkten bleibt die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ein zentrales Anliegen der Kommission, in enger Zusammenarbeit mit der Wirtschafts- und Infrastrukturkommission. Ein entscheidender Erfolgsfaktor sind familienergänzende Betreuungsangebote zu Konditionen, die das Arbeiten für beide Elternteile wirtschaftlich attraktiv machen. Das hilft Unternehmen, Fachkräftepotenziale besser zu nutzen, und stärkt Zufriedenheit sowie Bindung der Mitarbeitenden. Gleichzeitig unterstützt es die Positionierung der Region als moderner und verantwortungsvoller Arbeits- und Ausbildungsstandort.
Ich danke den Kommissionsmitgliedern für ihr freiwilliges Engagement sowie der Geschäftsstelle für die zuverlässige Unterstützung. Ich freue mich darauf, im Jahr 2026 weitere Aktivitäten umzusetzen und mit der Arbeit in der Kommission, der Erfa-Gruppe und in Projektgruppen zur Attraktivität der Region als Ausbildungs- und Arbeitsstandort beizutragen.
Marlen Weber, Kommissionsvorsitzende
