Die IVS im Jahr 2025 – und ein Blick voraus
Politische Engagements 2025
Die Ersatzwahl in den Ständerat bildete für die bürgerlichen und wirtschaftsnahen Kräfte Schaffhausens die Möglichkeit, nach dem Sitzverlust 2023 wieder einen zweiten Vertreter nach Bern zu schicken. Nachdem sich SVP und FDP auf einen Kandidaten geeinigt hatten, gab auch die IVS frühzeitig eine klare Empfehlung für Severin Brüngger ab. Zusätzlich setzte die IVS eine gemeinsame Verbandskampagne mit dem Kantonalen Gewerbeverband KGV und dem HEV Schaffhausen um, in welcher Brüngger als wirtschafts- und standortpolitisch verlässliche Stimme positioniert wurde. Mit Erfolg: Seit September 2025 vertritt Severin Brüngger gemeinsam mit Hannes Germann Schaffhauser Anliegen in Bern. An dieser Stelle verdanken wir gerne noch einmal das herausragende Engagement unserer Kommunikationsleiterin und Wahlkampfleiterin Nina Schärrer. Auch im Abstimmungskampf gegen die Erbschaftssteuer-Initiative der Juso hat die IVS klar Stellung bezogen und vor Abwanderung, Steuerausfällen und schleichendem Abbau von Arbeitsplätzen gewarnt. Verschiedene Vernehmlassungen, Interventionen und Diskussionen mit Politik und Behörden gehörten weiter zum belebten 2025.Aus den Kommissionen
Vier IVS-Kommissionen setzen sich für eine ständige Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Region Schaffhausen ein: Die Schwerpunkte der Wirtschafts- und Infrastrukturkommission lagen 2025 auf der weiteren Priorisierung der 2. Fäsenstaubröhre und Qualitätsverbesserungen bei Bahnverbindungen; dem Austausch mit Stadt und Kanton bezüglich Ausgestaltung der Industriezonen und Arbeitsflächenmanagement; der ersten eigenen Umsetzung des IVS Innovationspreises und dem Vorantreiben des Tagesstruktur-Angebots im Kanton. Zum Jahresrückblick der Wirtschafts- und Infrastrukturkommission Die Steuer und Finanzkommission beschäftigte 2025 vor allem eine Entwicklung: Das bisherige Steuermodell als Standortargument gerät unter Druck. Auslöser war das Zusammenspiel aus OECD-Mindeststeuer und dem US-Sonderregime. Die Kommission hat die laufend wechselnden OECD-Verlautbarungen eng verfolgt, den Austausch mit kantonalen Stellen und Unternehmen gesucht und nach Massnahmen zur Stärkung der Rahmenbedingungen gefragt. Zum Jahresrückblick der Steuer- und Finanzkommission Die Umwelt und Energiekommission hat 2025 praxisnah gearbeitet: Sie identifizierte Themen, bei denen viele Betriebe Orientierung brauchen, ohne dass die IVS eine Fachberatung ersetzen will. Die drei Schwerpunkte für 2026 sind: PFAS; Zielvereinbarungen bezüglich Energieverbrauch und CO2-Ausstoss sowie Kreislaufwirtschaft und Prozesswärme. Zum Jahresrückblick der Umwelt- und Energiekommission Die Arbeit der Bildungs- und Personalkommission orientierte sich 2025 an den Massnahmen aus der “Handlungsanalyse Fachkräftemangel”. Konkret geht es um die Schnittstellenpflege zwischen Industrie und Schule sowie um die Einführung eines Berufsbildungsfonds, welcher Lehrbetriebe finanziell entlasten soll. Zudem wurde an zwei Erfa-Anlässen über Rekrutierung im KI-Zeitalter sowie über arbeitsplatzrechtliche Themen informiert und rege diskutiert. Zum Jahresrückblick der Bildungs- und PersonalkommissionAusblick 2026
Wenn man die Signale einer Zeitenwende und Umgestaltung der Weltordnung ernst nimmt, ist die richtige Haltung für 2026 nicht “weiter so”, sondern “schneller, mutiger und smarter”. Die Welt wird protektionistischer, der Steuerwettbewerb verschiebt sich, und der Vorteil tiefer Steuern schwindet durch neue OECD-Regeln. Deshalb steigt der Druck auf Standorte wie Schaffhausen, Unternehmen mit neuen Argumenten zu halten. Schaffhausen droht eine reale Gefahr. Denn ein grosser Teil unserer Steuereinnahmen stammt von angesiedelten Firmen ohne Produktion. Diese sind geografisch sehr flexibel. Sollten sie sich aufgrund veränderter Rahmenbedingungen neu ausrichten, fehlen uns plötzlich Mittel, die in den letzten Jahren für Ausbau, Infrastruktur und Verwaltung selbstverständlich waren. Dann könnte “weniger” schnell zum dominierenden Wort der nächsten Jahre werden. Die IVS-Co-Präsidenten haben diese Thematik bei der Regierung eingebracht und kürzlich mit den Schaffhauser Nachrichten besprochen. zum Artikel Die IVS ist dann am stärksten, wenn sie Fachwissen aus den Mitgliedfirmen bündelt und daraus praxistaugliche Positionen formt und diese aktiv und gezielt in die Politik und die Verwaltung einbringt. 2026 dürfte um einiges anspruchsvoller und das Wirken für bessere Rahmenbedingungen noch wichtiger werden. Gerade deshalb lohnt sich unser gemeinsames Engagement, weil die Weichen für unser Schaffhausen der Zukunft jetzt gestellt werden. [post_title] => Die IVS im Jahr 2025 – und ein Blick voraus [post_excerpt] => 2025 war für die IVS ein Jahr, in dem sich vieles gleichzeitig bewegte: Die Debatte um Standortfragen wurde rauer, der politische Takt wurde schneller, und in den Kommissionen ging es weniger um Grundsatzpapiere als vielmehr um konkrete Projekte. [post_status] => publish [comment_status] => closed [ping_status] => closed [post_password] => [post_name] => die-ivs-im-jahr-2025-und-ein-blick-voraus [to_ping] => [pinged] => [post_modified] => 2026-02-19 11:37:04 [post_modified_gmt] => 2026-02-19 10:37:04 [post_content_filtered] => [post_parent] => 0 [guid] => https://ivs.ch/?p=12747 [menu_order] => 0 [post_type] => post [post_mime_type] => [comment_count] => 0 [filter] => raw )2025 war für die IVS ein Jahr, in dem sich vieles gleichzeitig bewegte: Die Debatte um Standortfragen wurde rauer, der politische Takt wurde schneller, und in den Kommissionen ging es weniger um Grundsatzpapiere als vielmehr um konkrete Projekte.
Die IVS wird getragen von vielen freiwillig engagierten Persönlichkeiten der regionalen Wirtschaft. Um ihnen allen zu danken, lud die IVS im Juni 2025 zum IVS-Dankesanlass in das Klostergut Paradies ein. Dort erhielten wir Einblick in den geplanten Hotelneubau und besuchten die historische Eisenbibliothek.
Damit ein Verband wie die IVS funktioniert, ist neben dem Ehrenamt auch organisatorische Professionalität im Hintergrund gefragt. Das vergangene Jahr war das erste, welches die neue IVS-Geschäftsstellenleiterin Sonja Schilling im Alleingang gemeistert hat. Sie hat sich rasch in ihre Rolle eingefunden und führt unsere Geschäftsstelle umsichtig und gut organisiert.
Der erste Grossevent der IVS im vergangenen Jahr war die Mitgliederversammlung in Thayngen. Nach den klassischen Traktanden gaben die Kommissionen und Co-Präsidenten Einblick in ihre Schwerpunkte 2024 und 2025. Highlight des Abends waren der Talk mit Unternehmer und Ex-Nationalrat Ruedi Noser sowie die wertvolle Möglichkeit, mit anderen Unternehmern sowie Vertretern aus Politik und Verwaltung zu netzwerken. Die IVS-Schifffahrt stand im vergangenen Jahr unter dem Motto «KI: Chancen und Risiken aus Sicht von Schaffhausen», ein Themenfeld, das aus dem Alltag nicht mehr wegzudenken ist. Entsprechend widmete sich auch ein Anlass im Rahmen unseres englischsprachigen International Forums 2025 den Einsatzmöglichkeiten von KI im beruflichen Alltag.
Politische Engagements 2025
Die Ersatzwahl in den Ständerat bildete für die bürgerlichen und wirtschaftsnahen Kräfte Schaffhausens die Möglichkeit, nach dem Sitzverlust 2023 wieder einen zweiten Vertreter nach Bern zu schicken. Nachdem sich SVP und FDP auf einen Kandidaten geeinigt hatten, gab auch die IVS frühzeitig eine klare Empfehlung für Severin Brüngger ab. Zusätzlich setzte die IVS eine gemeinsame Verbandskampagne mit dem Kantonalen Gewerbeverband KGV und dem HEV Schaffhausen um, in welcher Brüngger als wirtschafts- und standortpolitisch verlässliche Stimme positioniert wurde. Mit Erfolg: Seit September 2025 vertritt Severin Brüngger gemeinsam mit Hannes Germann Schaffhauser Anliegen in Bern. An dieser Stelle verdanken wir gerne noch einmal das herausragende Engagement unserer Kommunikationsleiterin und Wahlkampfleiterin Nina Schärrer.
Auch im Abstimmungskampf gegen die Erbschaftssteuer-Initiative der Juso hat die IVS klar Stellung bezogen und vor Abwanderung, Steuerausfällen und schleichendem Abbau von Arbeitsplätzen gewarnt.
Verschiedene Vernehmlassungen, Interventionen und Diskussionen mit Politik und Behörden gehörten weiter zum belebten 2025.
Aus den Kommissionen
Vier IVS-Kommissionen setzen sich für eine ständige Verbesserung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Region Schaffhausen ein:
Die Schwerpunkte der Wirtschafts- und Infrastrukturkommission lagen 2025 auf der weiteren Priorisierung der 2. Fäsenstaubröhre und Qualitätsverbesserungen bei Bahnverbindungen; dem Austausch mit Stadt und Kanton bezüglich Ausgestaltung der Industriezonen und Arbeitsflächenmanagement; der ersten eigenen Umsetzung des IVS Innovationspreises und dem Vorantreiben des Tagesstruktur-Angebots im Kanton.
Zum Jahresrückblick der Wirtschafts- und Infrastrukturkommission
Die Steuer und Finanzkommission beschäftigte 2025 vor allem eine Entwicklung: Das bisherige Steuermodell als Standortargument gerät unter Druck. Auslöser war das Zusammenspiel aus OECD-Mindeststeuer und dem US-Sonderregime. Die Kommission hat die laufend wechselnden OECD-Verlautbarungen eng verfolgt, den Austausch mit kantonalen Stellen und Unternehmen gesucht und nach Massnahmen zur Stärkung der Rahmenbedingungen gefragt.
Zum Jahresrückblick der Steuer- und Finanzkommission
Die Umwelt und Energiekommission hat 2025 praxisnah gearbeitet: Sie identifizierte Themen, bei denen viele Betriebe Orientierung brauchen, ohne dass die IVS eine Fachberatung ersetzen will. Die drei Schwerpunkte für 2026 sind: PFAS; Zielvereinbarungen bezüglich Energieverbrauch und CO2-Ausstoss sowie Kreislaufwirtschaft und Prozesswärme.
Zum Jahresrückblick der Umwelt- und Energiekommission
Die Arbeit der Bildungs- und Personalkommission orientierte sich 2025 an den Massnahmen aus der “Handlungsanalyse Fachkräftemangel”. Konkret geht es um die Schnittstellenpflege zwischen Industrie und Schule sowie um die Einführung eines Berufsbildungsfonds, welcher Lehrbetriebe finanziell entlasten soll. Zudem wurde an zwei Erfa-Anlässen über Rekrutierung im KI-Zeitalter sowie über arbeitsplatzrechtliche Themen informiert und rege diskutiert.
Zum Jahresrückblick der Bildungs- und Personalkommission
Ausblick 2026
Wenn man die Signale einer Zeitenwende und Umgestaltung der Weltordnung ernst nimmt, ist die richtige Haltung für 2026 nicht “weiter so”, sondern “schneller, mutiger und smarter”. Die Welt wird protektionistischer, der Steuerwettbewerb verschiebt sich, und der Vorteil tiefer Steuern schwindet durch neue OECD-Regeln. Deshalb steigt der Druck auf Standorte wie Schaffhausen, Unternehmen mit neuen Argumenten zu halten.
Schaffhausen droht eine reale Gefahr. Denn ein grosser Teil unserer Steuereinnahmen stammt von angesiedelten Firmen ohne Produktion. Diese sind geografisch sehr flexibel. Sollten sie sich aufgrund veränderter Rahmenbedingungen neu ausrichten, fehlen uns plötzlich Mittel, die in den letzten Jahren für Ausbau, Infrastruktur und Verwaltung selbstverständlich waren. Dann könnte “weniger” schnell zum dominierenden Wort der nächsten Jahre werden.
Die IVS-Co-Präsidenten haben diese Thematik bei der Regierung eingebracht und kürzlich mit den Schaffhauser Nachrichten besprochen. zum Artikel
Die IVS ist dann am stärksten, wenn sie Fachwissen aus den Mitgliedfirmen bündelt und daraus praxistaugliche Positionen formt und diese aktiv und gezielt in die Politik und die Verwaltung einbringt. 2026 dürfte um einiges anspruchsvoller und das Wirken für bessere Rahmenbedingungen noch wichtiger werden. Gerade deshalb lohnt sich unser gemeinsames Engagement, weil die Weichen für unser Schaffhausen der Zukunft jetzt gestellt werden.
Als Dank für Ihre wertvolle unentgeltliche Arbeit lud die IVS ihre Vorstands- und Kommissionsmitglieder im Juni 2025 ins Klostergut Paradies ein. Bei sommerlichen Temperaturen trafen die Gäste im Auditorium der Klosterräumlichkeiten ein, wo Co-Präsident Thomas Kellenberger den Anlass mit der Begrüssung eröffnete. Nach einer kurzen Vorstellungsrunde teilten sich die Teilnehmenden in zwei Gruppen auf: Eine blieb im Auditorium wo Susanne Eigenheer, Mitglied der U&E-Kommission und Leiterin des Bauprojekts für den Neubau des Hotel Paradies bei der GF Finanz AG, über ihr einzigartiges Projekt informierte. Die zweite Gruppe fand sich in der historischen Eisenbibliothek ein und wurde von Christopher Zoller-Blundell, wissenschaftlicher Bibliothekar, durch den faszinierenden Sammlungsschatz der Bibliothek geführt. Anschliessend wurde gewechselt und der Dankesanlass fand seinen Ausklang beim Apéro im lauschigen Garten des Klostergutes.
An ihrer 105. Mitgliederversammlung am Freitag, 21. März 2025, im Thaynger Reckensaal hat die IVS Einblick in ihre Tätigkeiten gegeben. Auch wenn der Name «Industrie- und Wirtschaftsvereinigung» anderes vermuten lässt, engagiert sich die IVS in zahlreichen Themenfeldern zum Wohle der Schaffhauser Unternehmen – aber immer auch zugunsten der gesamten Bevölkerung. Per Ende 2024 zählte die grösste Wirtschaftsvereinigung der Region insgesamt 250 Mitgliederfirmen mit rund 15’500 Mitarbeitenden. Durch die Versammlung führte IVS-Co-Präsident Bernhard Klauser, welcher die Vereinigung nun seit zwei Jahren gemeinsam mit Thomas Kellenberger und Martin Vogel leitet. Highlight des Abends war der Talk mit Unternehmer und Ex-Nationalrat Ruedi Noser.
Politische Engagements der IVS
Immer weniger Firmen engagieren sich in politischen Themen. Gleichzeitig erschwert die zunehmende Polarisierung von Parteien die Einigung auf Kompromisslösungen in komplexen Themen. «Darum muss sich ein Wirtschaftsverband wie die IVS vermehrt selbst mit Lösungsvorschlägen einbringen», erklärt IVS-Co-Präsident Martin Vogel. Entsprechend hat die IVS ein bewegtes politisches Jahr hinter sich: Sie engagierte sich in der nationalen Abstimmung für den Mantelerlass Energie und leitete die regionale Kampagne für den Ausbau der Nationalstrassen. Anlässlich der Regierungsratswahl im August spannte die IVS mit KGV und HEV zusammen und entwickelte eine Kampagne für die vier bürgerlichen Regierungsräte. Mit Erfolg: FDP-Kandidat Marcel Montanari gelang der Einzug in die Kantonsregierung. Mittels einer Stellungnahme gegenüber der Stadt Schaffhausen tat die IVS ihre Bedenken bezüglich der Teilrevision von Bauordnung und Zonenplan kund. Denn: «Eine verstärkte Vermischung von Wohn- und Industrie- oder Gewerbezonen garantiert Konflikte für alle Beteiligten und die Vorgaben der neuen Bauordnung verzögern und verunmöglichen Bauvorhaben», betont IVS-Co-Präsident Thomas Kellenberger. Darüber hat sich die Vereinigung 2024 aktiv zum Thema Tagesstrukturen, Energie, der kantonalen Digitalisierungsstrategie, Arbeitszonenmanagement und Standortförderungsmassnahmen eingebracht.
Arbeit in den IVS-Kommissionen
Um sich thematisch vertieft um einzelne Themengebiete zu kümmern, führt die IVS vier Kommissionen, in denen Vertreter unterschiedlichster Mitgliederfirmen ehrenamtlich mitarbeiten. Nebst den internationalen Entwicklungen bezüglich OECD-Steuerreform hat sich die Steuer- und Finanzkommission im Jahr 2024 vornehmlich mit der geplanten Anpassung des kantonalen Steuergesetzes beschäftigt. Im Vernehmlassungsprozess hat sie mehrere Massnahmen zur Unterstützung der wirtschaftlichen Entwicklung und zur Verbesserung der Lebensqualität im Kanton vorgeschlagen. Bei der Umwelt- und Energiekommission standen auch 2024 Energieeffizienz und erneuerbare Energie im Zentrum. Gleichzeitig beobachtet die Kommission das neue kantonale Energiegesetz teilweise kritisch. Insbesondere die zwingende Nutzung des gesamten solaren Potentials von Dachflächen führt zu unverhältnismässigen Kosten und Produktionsüberschüssen. Hier wünscht die IVS weniger enge gesetzgeberische Vorgaben. Die Arbeit der Wirtschafts- und Infrastrukturkommission war 2024 geprägt von der Abstimmung zum Ausbau der Nationalstrassen. Daneben hat sich die Kommission für die weitere Verbesserung der Zug- und Strassenverbindungen Richtung Stuttgart, Basel sowie Winterthur eingesetzt. In den Teilbereichen Tagesstrukturen, Wohnen und Umsetzung der Entwicklungsstrategie 2030 wird ein regelmässiger Austausch mit den zuständigen Behörden gepflegt. Im Fokus der Bildungs- und Personalkommission standen einerseits Massnahmen, um die Industrie näher an die Schülerinnen und Schüler zu bringen und andererseits die Schaffung eines Berufsbildungsfonds, welcher Unternehmen mit Ausbildungsplätzen für Lernende finanziell stärker unterstützt und damit Firmen motiviert, Lehrstellen zu schaffen. Zudem wurden zwei Erfa-Anlässe organisiert. Nebst der Kommissionsarbeit haben 2024 verschiedene IVS-Veranstaltungen stattgefunden. Die grösste war dabei traditionell die Mitgliederversammlung im März, anlässlich derer die IVS Thomas Süssli, Chef der Schweizer Armee in Beringen begrüssen durften. Der zweite Netzwerkanlass war die IVS-Schifffahrt im August, welche sich rund um das Thema «Umgang mit Risiken» drehte. Im Dezember fand schliesslich die Neuauflage des IVS International Forums statt, welches den Austausch mit und unter international tätigen Schaffhauser Firmen stärkt.
Ausblick auf das kommende Jahr
Für 2025 hat sich die IVS einiges vorgenommen: Gemeinsam mit Experten aus Mitgliederfirmen hat sie die Digitalisierungsstrategie des Kantons analysiert. «Wir sprechen uns für eine griffige und unternehmensfreundliche Umsetzung aus», fasst IVS-Co-Präsident Bernhard Klauser zusammen. Schwerpunktthemen der Kommissionen sind im laufenden Jahr unter anderem ein Durchbruch bei den flächendeckenden Tagesstrukturen; die Stärkung der lokalen Berufsausbildung; eine kantonale Flächenstrategie für die Industrie; die Umsetzung einer praxistauglichen OECD-Steuerstrategie; die Attraktivierung der Besteuerung natürlicher Personen; regionale Ressourcenkreisläufe sowie die Stärkung der lokalen Energieproduktion.
Nach genau 100 Ausgaben hat der IVS-Vorstand beschlossen, in Zukunft auf den gedruckten Jahresbericht zu verzichten. Wir passen uns der „digitalen Welt“ an und kommunizieren künftig immer aktuell über unsere Webseite. Alle Berichte unserer Kommissionen, Veranstaltungsinfos und sonstige News finden Sie hier, auf unserer Webseite. Direkt auf der Startseite können Sie durch unsere News scrollen und diese auch nach Datum oder Thema filtern.
Einen komprimierten Überblick zum Jahr 2024 finden Sie hier.
Frühere Jahresberichte finden Sie in unserem Dokumentenkiosk in der Kategorie «Jahresberichte».
Nach rund 14 Jahren als Geschäftsstellenleiterin verlässt Esther Müri per Ende August 2024 die IVS und begibt sich in Frühpension. Anlässlich der 18. IVS-Schifffahrt wurde sie von Co-Präsident Bernhard Klauser gebührend veranbschiedet.
Wir danken Esther herzlich für ihren langjährigen grossen Einsatz rund um die IVS. Mit Umsicht, Energie und stets einer Portion Humor war sie der verlässliche Dreh- und Angelpunkt unseres Wirtschaftsverbandes.
Für ihren nächsten Lebensabschnitt wünschen wir Esther von Herzen alles Gute.
Unsere langjährige Geschäftsstellenleiterin wird die IVS per Ende August verlassen, um sich in Frühpension zu begeben. Wir freuen uns sehr, mit Sonja Schilling eine ideale Nachfolgerin gefunden zu haben. Sonja Schilling absolvierte eine kaufmännische Grundausbildung, hat unter anderem einige Jahre in einem Industriebetrieb im Klettgau gearbeitet und sich laufend beruflich weitergebildet. Zuletzt war sie als Mitarbeiterin Marketing und Administration in Neuhausen am Rheinfall tätig.
Sonja Schilling startet am Montag, 5. August bei der IVS. Bis Ende August wird sie von Esther Müri in ihre neue Tätigkeit eingearbeitet. Ab dem 5. August 2024 ist Sonja Schilling als neue Geschäftsstellenleiterin Ihre erste Ansprechpartnerin für alle Anliegen rund um Mitgliedschaft und Projekte der IVS.
Die IVS-Geschäftsstelle ist auch in Zukunft wie gewohnt Montag bis Freitag jeweils vormittags erreichbar.
An unserer 104. Mitgliederversammlung vom vergangenen Freitag durften wir vier neue Vertreter von bedeutenden Schaffhauser Unternehmen in unseren Vorstand aufnehmen:
- Christoph Hansen, COO von IWC Schaffhausen
- Sebastian Moritz, Local Product Group Controller der ABB Schweiz AG
- Alain Schmid, CEO der Schaffhauser Kantonalbank
- Bernhard Schober, CEO der Unilever Schweiz GmbH
- Herzlich willkommen! Wir freuen uns auf gemeinsame Projekte zugunsten des Wirtschaftsstandorts Schaffhausen
Das Herz der IVS sind ihre vier thematischen Kommissionen. Hier tauschen sich Vertreter unterschiedlichster Firmen aus und suchen Lösungen für aktuelle Herausforderungen. Der neue Leiter der Wirtschafts- und Infrastruktur-Kommission ist Hans-Rudolf Werner, CMO und Member of the executive Board bei der Rhenus Logistics AG in Schaffhausen. Gerne lassen wir Ihn hier zu Wort kommen:
«Wir decken als Kommission ein sehr breites Spektrum ab. Im Dialog mit Behörden, Firmen und Verbänden schaffen wir Grundlagen für den zielgerichteten Ausbau der wirtschaftsnahen Infrastruktur im Kanton. Zudem treiben wir die Verbesserung verschiedenster Rahmenbedingungen für die Entwicklung der Region voran.
Damit sich die regionale Wirtschaft bestmöglich entwickeln kann, braucht es auch gut ausgebildete und motivierte Mitarbeiter. Darum fördert und fordert die IVS ein flächendeckendes und einheitliches Konzept für #Tagesstrukturen und ein wirtschaftsfreundliches #Bildungsangebot. Weiter nehmen wir auch eine aktive Rolle im für die Region wichtigen Projekt Next (Entwicklungsstragie2030) ein und positionieren die Interessen der Schaffhauser Wirtschaft in Bezug auf den Ausbau der #Verkehrsinfrastruktur.
Es hat mich gefreut den Vorsitz der Kommission übernehmen zu können, um mit einem Team von gut vernetzten Persönlichkeiten diese für die Region wichtigen Themen weiterzubringen.»
Lieber Hansruedi, herzlichen Dank für deinen ehrenamtlichen Einsatz!
Die Steuer- und Finanzkommission der IVS hat einen neuen Vorsitzenden: Jonas Keller ist Partner der Mäder + Baumgartner Treuhand AG in Schaffhausen.
«In der dynamischen und wettbewerbsintensiven Welt von heute sind Steuern und Finanzen von entscheidender Bedeutung für die nachhaltige Entwicklung unserer Region», ist Jonas Keller überzeugt. Unter seiner Leitung setzt sich die Kommission deshalb für eine ausgewogene Steuerpolitik ein – aktuell im Rahmen der Umsetzung der OECD-Mindeststeuer, die Grosskonzerne und KMU gleichermassen berücksichtigt, um sicherzustellen, dass Schaffhausen eine lebendige und wettbewerbsfähige Region bleibt.
Jonas Keller ist zudem überzeugt davon, dass KMU das Rückgrat unserer Wirtschaft bilden und massgeblich zur regionalen Entwicklung beitragen. «Diese vielfältige Unternehmenslandschaft zeichnet sich durch ihre Innovationskraft und Flexibilität aus. Gleichzeitig sind Grosskonzerne ein unschätzbarer ökonomischer Motor: Sie sorgen für Arbeitsplätze und durch ihre Präsenz steigt die Attraktivität Schaffhausens als Unternehmensstandort, was weitere Investitionen und Innovationen anzieht», so Keller. Die dadurch entstehende wirtschaftliche Aktivität generiere erhebliche Steuereinnahmen, die es uns ermöglichen, in Infrastrukturprojekte, Bildungseinrichtungen und soziale Programme zu investieren. Eine starke und stabil wachsende Wirtschaft ziehe zudem Fachkräfte und Talente an, die das Potenzial der Region weiter entfalten.
Ohne das ehrenamtliche Engagement von Schaffhauser Firmenvertretern könnte die IVS nicht existieren.
Lieber Jonas, herzlichen Dank für dein Engagement in der IVS.
Der Kommissionn für Unwelt und Energie steht neu Werner Schmid vor, Geschäftsführer der Phoenix Mecano Solutions AG in Stein am Rhein. Gerne lassen wir ihn hier zu Wort kommen:
«Die Spezialist:innen unserer Kommission befassen sich in erster Linie mit konkreten Massnahmen im Bereich der Energieversorgung, mit Sparmassnahmen im Energiebereich sowie mit der Entsorgung von Reststoffen. Das wohl wichtigste Thema ist nach wie vor eine mögliche Energieknappheit. Auch wenn wir den letzten Winter gut überstanden haben, steht bereits der nächste vor der Tür. Und auf diesen müssen wir gut vorbereitet sein. Denn eine Energieknappheit würde gerade auch Industriebetriebe hart treffen. Als kaufmännischer Geschäftsführer der Phoenix Mecano Solutions AG ist es mir ein besonderes Anliegen, dieses wichtige Thema gemeinsam mit meiner Kommission aktiv anzugehen und so auch den IVS-Mitgliedern einen wirklichen Mehrwert zu bieten.
Weitere wichtige Themen, welche ich mit meiner Kommission behandle, sind die Dekarbonisierung der Energie (CO2-Reduktion) und der Umgang mit Wasser bzw. Abwasser. Die ausreichende Verfügbarkeit von Wasser und Trinkwasser, eine gute Wasserqualität und eine möglichst geringe Wasserverschmutzung müssen unser aller Anliegen sein.»
Herzlichen Dank für dein ehrenamtliches Engagement für den Wirtschaftsstandort Schaffhausen.
