i #Anmeldung: Wie erreichen wir das Netto-Null-Ziel in der Praxis?

Rund 150 Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Politik und Verwaltung trafen sich zur 19. IVS-Schifffahrt. Während der Fahrt von Schaffhausen nach Stein am Rhein und zurück stand die Frage im Zentrum, welche Chancen künstliche Intelligenz der Region eröffnet und wo ihre Grenzen liegen.

Claus Martini, CEO der IVF Hartmann und Mitglied des IVS-Vorstands, eröffnete den thematischen Teil des Abends. KI sei längst keine Zukunftsvision mehr, sondern verändere bereits heute die Arbeitsweise vieler Unternehmen. Entscheidend sei deshalb, sich frühzeitig und fundiert mit ihren Möglichkeiten auseinanderzusetzen.

Regierungsrat Marcel Montanaribeleuchtete den Einsatz von KI in der öffentlichen Verwaltung. Die Technologie könne Informationen aufbereiten, Prozesse vereinfachen und Mitarbeitende entlasten. Sie dürfe jedoch nicht darüber hinwegtäuschen, dass politische und administrative Entscheide weiterhin von Menschen getroffen und verantwortet werden müssen.

Eduard Modalek, Corporate Sales Leader bei Red Hat, rief die Schweizer KMU dazu auf, bei der Entwicklung und Nutzung von KI stärker zusammenzuarbeiten. Angesichts des internationalen Wettbewerbs sei es keine realistische Option, die technologische Entwicklung zu ignorieren. Unternehmen sollten ihren Mitarbeitenden ermöglichen, neue Werkzeuge auszuprobieren, zugleich aber klare Regeln für deren Einsatz schaffen. Sein Fazit: KI eignet sich als Co-Pilot, nicht als Autopilot.

Wie die Einführung in der betrieblichen Praxis gelingen kann, zeigte Edward Mulder, Leiter Onlinemarketing und Verkauf bei IVF Hartmann. Damit KI verlässliche Ergebnisse liefert, braucht sie eine geeignete Datengrundlage und muss gezielt auf den jeweiligen Anwendungsbereich ausgerichtet werden. Anhand konkreter Beispiele aus dem Gesundheitsbereich verdeutlichte er, wie solche Systeme Fachpersonen künftig unterstützen können.

Die Referate machten deutlich: Künstliche Intelligenz bietet auch für Schaffhauser Unternehmen erhebliches Potenzial. Dieses lässt sich jedoch nur nutzen, wenn technologische Offenheit mit Fachwissen, Verantwortung und kritischem Urteilsvermögen verbunden wird. Die anschliessende Fahrt bot den Teilnehmenden Gelegenheit, diese Fragen weiter zu diskutieren und neue Kontakte zu knüpfen.